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Stilphilosophie

Donnerstag, Januar 12, 2017



Es gibt eine neue Blogserie, die ich sehr interessant finde und ich hoffe, dass sich zahlreiche Bloggerinnen daran beteiligen.

Nicole Gugger ruft auf ihrem Blog "Art und Stil" zur "Stilphilosophie" auf. Basierend auf dem Buch "Frauen und Kleider" stellt sie regelmäßig Fragen rund um das Thema Kleidung und Stil. Das Buch habe ich noch nicht gelesen, steht aber schon auf meiner Einkaufsliste.

Da ich im Moment welpenbedingt kaum zum Nähen komme, kommt mir die Serie gerade recht, wollte ich doch meinen Blog nicht schon wieder einschlafen lassen.

1. Welche Unterhaltung über Mode oder Stil hat dich verändert?


Gar keine, zumindest nicht dass ich wüsste. Mein bevorzugter Kleidungsstil hat sich im Laufe der Jahre entwickelt, ohne dass es da gravierende Änderungen gegeben hätte. Es gibt auch nicht wirklich jemanden, mit dem ich mich darüber großartig unterhalten würde. Das liegt vielleicht auch am Alter? Kleidung kaufen, das mache ich inzwischen alleine ohne Freundin und bei meinen Freunden ist Mode und Stil kein wirkliches Thema.
Eine Ausnahme macht in den letzten Jahren allerdings die Nähcommunity, da ist das Thema natürlich allgegenwärtig und das macht mir auch viel Spaß und Freude, darüber zu lesen.

2. Mit wem redest du über Kleidung?


Eigentlich schon beantwortet, mit niemanden. Das ist im Reallife kein Thema in meinem Umfeld. Im Netz dagegen, ja, mit den Selbernäherinnen.

3. Glaubst du, du hast Geschmack oder Stil? Was ist dir wichtiger? Was verstehst Du darunter?

Ich habe natürlich beides, grins. Ob ich Stil habe, das kann ich nicht beantworten, aber mir gefällt an mir ein bestimmter Stil, mich zu kleiden. Mir fällt auch auf, dass mir immer wieder die gleichen Silhouetten, die gleichen Farben, die gleichen Schnitte an mir gefallen. Selten mache ich Experimente und wenn ja, fühle ich mich meistens nicht wohl. Das hat aber auch viel mit Proportionen zu tun. Ich gebe allerdings zu, dass ich da nur selten aus meiner Komfortzone komme.

Geschmack ist etwas sehr subjektives, ich habe Freundinnen, die einen bestimmten Stil haben, der mir aber gar nicht gefällt, haben die dann einen schlechten Geschmack? Und es gibt andere, die nicht meinen Stil haben, deren Kleidung mir aber trotzdem gefällt, nur mir nicht stehen würde. Über Geschmack lässt sich streiten, über Stil eher nicht.

4. Wenn Du Dich nur mit Klamotten beschäftigen würdest, und man dich als Expertin nach deiner Stilphilosophie fragen würde, was würdest du sagen?

Das ist eine schwierige Frage, aber wenn ich mir so anschaue, bei welchen Personen ich der Meinung bin, dass sie Stil haben, haben diese Menschen immer eine sehr stimmige und authentische Garderobe, die zu ihnen passt. Person und Kleidung passen zusammen. Man merkt schon, ich hab es nicht so mit Stilbrüchen.

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Kayleigh

Mittwoch, Dezember 28, 2016

Wer hat sich denn da unter den Weihnachtsbaum geschlichen?


Fünf Monate ist es nun her, dass unsere Belana gestorben ist. Dass wir wieder einen Familienhund habe werden, war nie ernsthaft in Zweifel gestanden und diese Rasse hat es uns angetan, seitdem ich einmal eine Welpenmeute durch unser kleines Dorf  wuseln sah.

Kayleigh ist 8 Wochen alt und ein Chodsky pes, eine in Deutschland wenig bekannte Hunderasse aus Tschechien. Seit Heilig Abend ist nun bei uns und wir können gar nicht glauben, dass nun auch endlich wieder ein Hund durchs Haus läuft.

Leider ist unsere Frieda so gar nicht glücklich über unseren Familienzuwachs und verbringt die Tage jetzt lieber im Schrank. Gestern war die Lachspastete aber so verlockend, dass sie dann doch um mich rumgeschnurrt ist. Ich hoffe, sie hat mir verziehen.

An Bildern mit mir im Weihnachtskleid war natürlich nicht zu denken. Ich hatte es nämlich gar nicht an. Kleine matschigen Pfotenabdrücke, vom gefühlt hundertsten Mal den pinklenden Welpen nach draußen tragen, kommen an dem Kleid nicht so gut. Aber die Maus bemüht sich redlich und vielleicht klappt es ja an Silvester.

Die Geschenke an Weihnachten waren verständlicherweise heuer Nebensache, aber für mich lag das neue Buch von Frau Nahtzugabe unterm Weihnachtsbaum.


Ein Materiallexikon, das ich schon lange gesucht und nie gefunden habe, zumindest nicht auf deutsch. Ergänzt wird die jeweilige Stoffebeschreibung in alphabetischer Reihenfolge durch Verarbeitungstipps, Nadelstärken und Bügelhinweisen. 
Ganz besonders gut gefällt mir, dass das kleine Büchlein schön kompakt ist und beim Stoffkauf bequem in die Handtasche passt.

So und nun gehe ich das gemütlichste und bequemste Hundekörbchen für mein Nähzimmer kaufen, dann wird das bestimmt auch Kayleighs Lieblingszimmer.

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Ein verwaister Blog!

Donnerstag, Dezember 22, 2016



Nur sporadisch habe ich mich in den letzten Monaten immer mal wieder gemeldet. Das hatte diverse Gründe, liegt aber vor allem auch daran, dass ich nicht letzter Zeit nur wenig genäht habe. Keine Zeit, keine Lust, keine Motivation. Außerdem habe ich mich eher auf Twitter rumgetrieben, das geht schneller und ist ja doch um einiges interaktiver. 

Aber die Diskussionen der letzten Tage in der Nähcommunity, haben mich dann doch veranlasst, meinen kleinen Nähplatz im Netz herauszuholen, ihn ein wenig von allen Seiten zu betrachten, ihn ab zustauben und festzustellen, dass ich es doch bedauere ihn die ganze Zeit so links liegen gelassen zu haben. 


Und mit meinem Bedauern bin ich ja nicht alleine, das Nähblogsterben zugunsten von Twitter und Instagram finde ja nicht nur ich schade. Auch für mich war es, als ich mit dem Nähen vor nun schon fast 8 Jahren wieder begonnen hatte, eine Offenbarung, auf all den Austausch und das Know-How im Netz zu stoßen. Erst in den Foren, dann auf den Blogs. Und so habe ich ein wenig reine gemacht und ein wenig aufgeräumt und er erscheint nun in neuem Design.

Aber warum hatte ich eigentlich in all den letzten Monaten so gar keine Lust an die Nähmaschine zu gehen. Anscheinend habe ich ganz vergessen, was mir das Nähen gibt. Sobald ich an der Nähmaschine sitze, vergesse ich Zeit und Raum. Ich komme da tatsächlich relativ schnell in den Flow und lasse mich nur ungern stören. Das ist ein herrliches Gefühl. Leider gibt es mit Kind und Kegel nur so selten Gelegenheiten, bei denen man ungestört ist und natürlich gibt es immer etwas anderes zu tun, das scheinbar dringender, wichtiger und notwendiger ist. Zeit, sich wieder diese Inseln der absoluten Entspannung zurück zu erobern.

Die Diskussion auf Twitter und einigen Blogs der letzten Tage über Körperformoptimierung, Passformanpassung, Diätenwahn und Nähen als Gegenentwurf zum Mainstream und Normierung von Frauenkörpern, spielt bei mir nur eine untergeordnete Rolle. Ich bin mit meinem Körper zufrieden, im Großen und Ganzen tut er das was er soll und er macht mir keine größeren Probleme, was in meinem Alter schon ein Grund ist, dankbar zu sein. Ich tue allerdings auch einiges dafür, dass das so bleibt.

Ich muss im Grunde nicht nähen, weil ich in den Kleiderläden nichts für mich finden würde und ich bin meilenweit davon entfernt meine gesamte Garderobe selbst zu nähen. Auch wenn ich diesen Gedanken schon sehr verlockend finde. 

Ich finde es aber außerordentlich prima, dass ich mir ein durchaus sehr aufwendig konstruiertes Kleidungsstück selbst machen kann, für das ich im Laden das doppelte oder dreifach bezahlen müsste. Ich finde es sehr praktisch, dass ich, wie neulich bei meiner Schwester, ihr ein schlecht sitzendes Kaufkleid so abändern kann, dass sie sich danach über ein gut sitzendes Kleid freut.

Es ist doch faszinierend, eine ja doch sehr alte Kulturtechnik zu beherrschend. Zu meiner Zeit, war es ja noch üblich, dass Mädchen in der Schule das Fach Handarbeiten hatten, sogar noch in der weiterführenden Schule. Bei meinen Töchtern gibt es das nicht mehr. Stirbt dieses Wissen irgendwann aus? Das wäre doch sehr schade, zumal ich bei meinen Mädchen und deren Freundinnen ein großes Interesse daran bemerke. Ich finde es schön, dazu beizutragen, dass nicht alles in Vergessenheit gerät.

Und deshalb bin ich nun in den letzten Tagen motiviert ins Nähzimmer und habe mein Kleid, das seit Monaten, welch eine Schande, auf der Puppe hängt fertig genäht. Es fehlt nur noch der Saum und dann habe ich rechtzeitig zun Weihnachten ein schönes Kleid.



Schnitt: Harriet aus der La Maison Viktor, Dez 2015

Änderungen:Halsausschnitt vergrößert, Taillenband aus Stoffmangel      weggelassen

Größe: 38, sitzt aber sehr eng, 40 wäre wohl besser gewesen

Stoff: Romanit

Fazit: Ein bisschen mehr Platz hätte dem Kleid sicher gut getan, aber das kann ich jetzt nicht mehr ändern. Mir gefällt es sehr gut und vielleicht mache ich noch eins, allerdings dann aus Webstoff, Jersey ist einfach nicht so meinen Sache. An der Passform habe ich nichts ändern müssen.


Bilder gibt es dann an Weihnachten.

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